Heinrich Barth, genannt Heini (*21. April 1915) gilt als der Gründer des Georgspfadfinder-Stammes St. Rupert in München auf der Schwanthaler Höhe. Die Anregung zum Aufbau eines katholischen Pfadfinder Stammes kam von den Georgspfadfindern der benachbarten Pfarrei St. Benedikt.

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Heini Barth besuchte die Volksschule an der Ridlerstraße von 1921 bis 1929. In seinem Schülerbogen wurde Leistungen in den musischen Fächer als gut bewertet. Für uns heute ungewöhnlich, wurde auch seine Erkrankung eingetragen. Nach der Volkschule begann er eine Lehre als Feinmechaniker.

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Als 16-jähriger gründete er 1931 eine Pfadfindergruppe in der Pfarrei St. Rupert.

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Wegen seiner Krankheit wurde Heini nicht zum Arbeitsdienst und zur Wehrmacht eingezogen. So konnte Heini während der NS Zeit im geheimen für seine Pfadfinder weiterarbeiten. De facto bestand der Stamm weiter.

Die Lizenz für den offiziellen Wiederbeginn des Georgpfadfinderverbands wurde am 28. Februar 1946 von der US-Militärregierung aber nur für München  erteilt. Anfang 1946 wurde Heini Barth zum Stadtfeldmeister für München gewählt.

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Während seiner Zeit als Stadtfeldmeister leitete er die Ausbildung zum Kornett (Gruppenleiter) und erstellte dazu Arbeitshefte. Er organisierte auch Franziskus, Georgstage und Zeltlager für die Pfadfinder Münchens. Darüber hinaus gestaltet er Pfadfinderdrucksachen, hektographierte sie selbst und versandte sie deutschlandweit einschließlich der Ortszone.

1948 beendete Heini seine Tätigkeit als Stadtfeldmeister. Nun konnte er sich stärker seinen künstlerischen Neigungen, die er sich autodidaktisch erworben hatte, widmen. Für die Georgspfadfinder entwarf er weiterhin Drucksachen. Als routinierter Fotoamateur dokumentierte er die Aktivitäten des Pfadfinderstammes St. Rupert. Außerdem gestaltete er die Passbilder für die Pfadfinderausweise.

Ab 1953 verschlechterte sich sein Gesundheitszustand. Resi Wiesenbacher pflegte ihn, er wurde verrentet, verarmte und starb am 8. November 1956.